Traschkowitsch: In unserem Kulturkreis gibt es bereits eine wissenschaftliche Studie zu Regenbogenfamilien

Peter TraschkowitschSoHo fordert echte Gleichstellung homosexueller Paare in Österreich

Wien (OTS/SK) „Frau Ministerin Karmasin meinte in einem gestrigen Interview, sie würde zu 100 Prozent unterschreiben, dass homosexuelle Paare die richtige Entscheidung für ein Kind sind, wenn es Langzeitstudien in unserem Kulturkreis dazu gäbe. Ich bitte die Frau Bundesministerin, den Kugelschreiber zu zücken, denn es gibt eine repräsentative wissenschaftliche Studie des deutschen Bundesministerium für Justiz von 2009 über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“, so Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation, heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ Pressedienst.

Diese Studie im Auftrag des deutschen Justizministeriums, durchgeführt vom Bayrischen Staatsinstitut für Familienforschung an der UNI Bamberg und ergänzt durch eine psychologische Kinderstudie vom Bayrischen Staatsinstitut für Frühpädagogik in München, zeigt nicht nur die Bedingungen des Aufwachsens von Kindern bei homosexuellen Paaren auf, sondern auch die vielfältigen Aspekte des Regenbogenfamilienalltags.

„Flüchten wir uns nicht in scheinbar ungeklärte Fragen oder offene Punkte. Was Lesben und Schwule wollen, sind gleiche Rechte. Und das gerade in Regenbogenfamilien oder Pflegefamilien Lesben und Schwule ihren Verpflichtungen gegenüber Kindern und der Gesellschaft nachkommen, dürfte nunmehr unbestritten sein“, so Traschkowitsch, der betont, dass „wir in Österreich grundsätzlich auf einem guten Weg sind.“ Wissenschaftliche Fakten seien genug vorhanden und Regenbogen-und Pflegefamilien seien Lebensrealität. Traschkowitsch fordert die Ministerin daher auf, sich nicht „hinter irgendwelchen konservativen Ideologien zu verstecken.“

Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften